10. Februar 2016

[Primer] – catrice “Prime and Fine Smoothing Refiner”

Wer eine fettige Haut oder Mischhaut hat, der wird das Problem kennen. Das Make-up hält nicht den ganzen Tag, kriecht in die (Lach-)Falten und die Haut fettet. Primer sollen dabei Abhilfe schaffen, sind aber meistens ziemliche Silikonbomben. Das war für mich früher der Grund, wieso ich auf Primer verzichtet habe. Ich wollte so wenig Silikon wie möglich an meiner Haut haben. Dennoch wollte ich es zumindest mal probieren und habe deswegen zur Base von catrice gegriffen.

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Preis: 4,99 €

Inhaltsstoffe:
CYCLOPENTASILOXANE, CYCLOHEXASILOXANE, ISOSTEARYL ISOSTEARATE, TALC, CERA MICROCRISTALLINA (MICROCRYSTALLINE WAX), DIMETHICONE CROSSPOLYMER, ISOPROPYL PALMITATE, DISTEARDIMONIUM HECTORITE, SILICA DIMETHYL SILYLATE, LANOLIN, DIMETHICONE/VINYL DIMETHICONE CROSSPOLYMER, DIMETHICONOL, PROPYLENE CARBONATE, HYDRATED SILICA, DIMETHICONE/METHICONE COPOLYMER, MICA, PEG-8, ALUMINUM HYDROXIDE, TOCOPHEROL, SILICA, ASCORBYL PALMITATE, ASCORBIC ACID, CITRIC ACID, METHYLPARABEN, PROPYLPARABEN, CI 75470 (CARMINE), CI 77163 (BISMUTH OXYCHLORIDE), CI 77491 (IRON OXIDES), CI 77891 (TITANIUM DIOXIDE). 

Meine Gesichtshaut:
Ich habe eine empfindliche, feuchtigkeitsarme, fettarme, fettige Mischhaut, die sehr zu Unreinheiten neigt. Ich erröte schnell und meine T-Zone ist meistens - ohne jegliche Pflege - bis zum Mittag voll mit hauteigenen Sebum.

Meine Erwartungen:
Zwar fettet meine Haut aktuell nicht so stark nach wie früher. Dennoch erwarte ich von dem Primer, dass er meine Haut länger matt hält und das Make-up auch nicht verrutscht. Vor allem in der Nasenregion ist mir dies wichtig.

Meine Erfahrungen:
Den ersten Pluspunkt gibt es dafür, dass der Tiegel bis obenhin voll ist. (Bei der Lidschattenbase von catrice ist das ja leider nicht der Fall.) Somit ist die Entnahme sehr leicht und lässt sich auch gut dosieren. Auf den Fingern fühlt sich der Primer sehr leicht und geschmeidig an. Entsprechend lässt er sich auf verteilen.

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Im Gesicht ist anfangs nicht viel von dieser luftig leichten Textur zu spüren. Ihr braucht zwar nicht viel von dem Primer, allerdings fühlt es sich anfangs wie eine Maske im Gesicht an. Nach wenigen Sekunden ist das Gefühl jedoch verschwunden. Ein matter Teint bleibt nicht zurück. Dafür ein natürlicher Glow. Nun geht es ans tägliche Schminken mit Foundation und Puder. 

Da Bilder mehr als Worte sagen, möchte ich euch gleich das Ergebnis zeigen. Zunächst mein Gesicht ohne den Primer und dann die Bilder mit den Primer.

Mein Gesicht nach einem normalen 10-Stunden-Tag ohne catrice Primer:

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Mein Gesicht nach einem normalen 10-Stunden-Tag mit catrice Primer:

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Meine T-Zone fettet noch immer. Etwas anderes habe ich nicht erwartet. Keine Foundation und kein Primer kann dies unterdrücken, denke ich. Mir gefällt sehr, dass er die Foundation an Ort und Stelle hält. Gut, gegen Lachfalten hat er keine Chance. Da rutscht das Make-up einfach mal weg. Auch an der Stelle, wo meine Brille Kontakt zur Haut hat, kann der Primer nichts machen. Für mich ist das allerdings verkraftbar und deswegen gibt es keinen Minuspunkt.

Dauerhaft kann ich den Primer auch anwenden. Unreinheiten oder Irritationen bekomme ich keine.

Fazit:
Wer einen günstigen, guten Primer sucht, ist hier richtig. Die Textur ist angenehm und das Ergebnis ist für diesen Preis sehr zufriedenstellend. Allerdings bin ich auf dem Gebiet der Primer fürs Gesicht noch ein Neuling.


Eure Christin

22. Januar 2016

{Projekt} - Aufbrauchen und bewusst Einkaufen in 2016

Einige von euch werden den Titel dieses Eintrags kennen. Ich war so frei und habe ihn aus dem Forum Beautyjunkies geklaut. Wieso ich mich dazu entschieden habe? Der Titel trifft den Nagel einfach mal auf dem Kopf. Schon lange bin ich meiner - mehr oder minder - großen Sammlung an Kosmetikprodukten überdrüssig und will sie verkleinern.

Wie bin ich vorgegangen?

Beim Aussortieren habe ich mir Zeit gelassen. Aber ich bin dabei sehr radikal vorgegangen. Lidschatten wurde genau angeguckt und begutachtet. Stimmt die Qualität? Habe ich die Farbe nicht schon irgendwie? Brauche ich diesen Ton echt noch einmal? Wieso zum Teufel habe ich mir diese Sleek-Palette gekauft? Ich mag doch gar keine matten Töne.


Dasselbe in grün war es bei den Lippenstiften und den Rest meiner Kosmetik. Einiges, was ich schon seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr mit dem Arsch angeguckt habe, flog einfach mal weg. Ich wollte schon benutzte Lippenstifte, die schon seit einem Jahr im Schrank rumgammeln nicht verschenken oder verkaufen. Da ist mir die Hygiene einen Ticken zu wichtig.


Dinge, die noch ungeöffnet oder nur einmal benutzt wurden - vorzugsweise Foundations und Lidschatten - wurden in eine gesonderte Kiste gepackt und erst einmal beiseite geschoben. Was ich damit mache, weiß ich noch nicht. Aber die Tendenz, das Paket dann einfach für einen Pauschalbetrag bei ebay reinzusetzen, ist hoch.

Wie ging es weiter?

Bei der Aktion habe ich allerdings nicht nur aus meine Kosmetik beschränkt. Auch mein Kleiderschrank durfte dran glauben. Drei oder vier Säcke voll mit Klamotten gingen auf dem Hof der BSR. Darin waren Sachen, die ich ewig nicht mehr angezogen habe, die ich doppelt und dreifach hatte oder mir einfach nicht mehr passten. (Die 38/40 oder M wird mich jetzt mein Leben lang begleiten.)

Meine Routine (morgens und abends) habe ich umgestellt. Ich überlege nicht mehr, welchen Lidschatten und welche Foundation ich verwende. Es wird jetzt strickt aufgebraucht. Im Alltag muss es bei mir schnell gehen und, weil ich eh aufbrauchen wollte, habe ich mir ein paar Lidschatten rausgesucht, die ich jetzt täglich verwende.


Seit gut drei Monaten verwende ich die drei. Und ja, auch den braunen in der Mitte von Alverde verwende ich schon so lange. Allerdings wird er von mir als Eyeliner zweckentfremdet. Deswegen ist von einem Gebrauch nur recht wenig zu sehen. Aber immerhin kann ich zu den anderen beiden bald "Auf Wiedersehen!" sagen.

Zum Eincremen nach dem Duschen verwende ich aktuell die Cremes, die meinem Gesicht so gar nicht geholfen haben bzw. die ich nicht mehr im Gesicht verwende, weil ich etwas besseres gefunden habe. Zwei, drei Cremes kommen da schon zusammen. Aber auch Bodylotions, die ich schon ne Weile im Schrank zu stehen habe, stehe auf der Liste zum Aufbrauchen. Dabei ist es zwar ein wenig hinderlich, dass ich nur zweimal die Woche duschen gehe. Mir jedoch die Gesundheit meiner Haut dann doch wichtiger als das Aufbrauchen an. (Mal abgesehen davon, dass ich eh nen Bürojob habe und deswegen nur mental ins Schwitzen komme.)

Mein Einkaufverhalten habe ich in diesem Rahmen auch ein wenig geändert. Ich schreibe mir auf, welche Produkte ich NACHkaufen will und entsprechend für das tägliche Leben brauche. Und dann wird auch nur das gekauft ... naja, meistens. Wenn es nicht gerade eine Aktion von dm oder payback gibt. Da ist die Wahrscheinlichkeit, schwach zu werden, dann doch etwas größer.
Da fällt es mir bei Klamotten dann doch einfacher. Hier brauche ich nur an meinen Kleiderschrank zu denken. Meistens stelle ich dann fest, dass der Rock zwar hübsch ist, aber ich ihn eigentlich nicht brauche.

Das mag sich alles etwas radikal anhören. Ja, das ist es teilweise auch. Aber für mich war es ein guter Schritt, um mal wieder von meinem Konsumverhalten etwas runterzukommen und die Dinge mit einem etwas anderen Blick zu sehen. (Außerdem will ich kein Fan der Wegwerf-Gesellschaft werden, die ständig zu Primark und Konsorten rennt, um sich wtl. neu einzudecken.)

Und nun?

Mein Plan ist es, jeden Monat einmal zu berichten, wie weit ich mit meiner Vorgehensweise gekommen bin. Vor allem die Dokumentation beim Aufbrauchen der Lidschatten stelle ich mir äußert interessant vor. Ob Posts über meine Müllberge kommen werden, wage ich zu bezweifeln. Eher werde ich diese bei Instagram zeigen. Aber mehr auch nicht.


Eure Christin

20. Januar 2016

Advent, Advent, Moment!

2015 war das erste Jahr, in dem ich mir einen Adventskalender mit Kosmetik gekauft habe. Es wird das erste und letzte Mal gewesen sein.

Lange habe ich nach eine Kalender gesucht, der mich auch anspricht. Meistens habe ich noch einmal eine Nacht darüber geschlafen, um mir auch wirklich sicher zu sein. Meine Wahl traf dann auf dem Adventskalender von artdeco.

Jeden Tag gab es eine Kleinigkeit. Mal tolle Sachen, mal weniger tolle Sachen, wie ihr hier sehen könnt:


Vor allem über die Lidschatten und die Lippenprodukte habe ich mich am meisten gefreut. Man kommt ja so sollten zum Shopping und ich wollte auch mal von Drogerie auf höherwertige Produkte umstellen. Da ist dies doch der beste Start, oder?



Es war eine nette Idee. Aber mehr auch nicht.
Es war eine Erfahrung wert und dieses Jahr gibt es wieder Schokolade!


Eure Christin

18. Januar 2016

{Blogprojekt 2016: Das Blogger-Alphabet} - B wie Bloggertreffen

Neontrauma hat sich für das Jahr 2016 ein, für mich, sehr ansprechendes Projekt ausgedacht:

Das Blogger-Alphabet.

Alle zwei Wochen wird jedem Buchstabe des Alphabets ein Thema zugeordnet, zu dem dann die Blogger - auch meine Wenigkeit - etwas schreiben werden. 


Wieso mache ich dabei mit?

Ich erhoffe mir dadurch selbst ein wenig in den Hintern zu treten, was den Blog angeht. Schon seit einer gefühlten Ewigkeit geht es hier nicht mehr richtig zur Sache, was sich doch etwas ändern sollte. Das Projekt möchte ich als Anlass nehmen, um mal wieder ordentlich in die Tasten zu hauen.

Das Thema

B wie Bloggertreffen

Als ich mit dem Bloggen anfing hielt ich Bloggertreffen für eine sehr gute Idee, um sich gegenseitig zu vernetzen. Ich wollte mich mit anderen Bloggern austauschen und mal gucken, wie so deren Erfahrungen sind.

Damals 2010 oder so war das auch gut möglich. Viele der heutigen "großen Blogger" waren da noch nicht so abgehoben und ... wie drücke ich das positiv aus? ... gekauft wie sie es heute sind. Nur die wenigsten sind sich, meiner Meinung nach, treu geblieben und haben sich an ihr Konzept gehalten. Man kann regelrecht lesen, welche Beiträge gekauft sind und welche nicht.

...

Das ist wieder ein komplett anderes Thema, oder? Aber nein, eigentlich nicht. Selbst bei Events kann man dies beobachten. Wenn ich da an das letzte BBC in Berlin denke, dann ist es mir dort noch nie so bewusst geworden.
Nur die wenigstens Blogger haben den Eindruck vermittelt, sich kurzschließen und austauschen zu wollen. Tja, das passiert halt, wenn der Konkurrenzkampf zu groß ist. (Da können bestimmte Blogger auch noch so viel für ein "konkurrenzloses Bloggen" werben.)

Selbst die Bereitschaft auf ein Bloggertreffen der Berliner Blogger hat leider stark nachgelassen. Denn Zuverlässigkeit ist etwas, dass einige nicht kennen. Es wird zugesagt und dann doch nicht gekommen. Eine richtige Absage gibt es nicht. Ein unschöner Trend auf Kosten der Höflichkeit.

Bloggertreffen waren mal eine gute Idee. Man konnte sich mit anderen austauschen, Spaß haben und sich besser kennen lernen. Ich erinnere mich sehr gern an mein erstes Berliner Bloggertreffen am Alex oder an das Berliner Bloggentreffen im Redox XXL-Restaurant oder an das Berliner Bloggertreffen auf dem Weihnachtsmarkt am Alex. Das hat Spaß gemacht.

Letzten Endes liegt es aber auch am Älterwerden. Als Studentin hatte ich eher die Möglichkeit, mal spontan auf ein Treffen zu gehen. Aber mit Job, Freund und Wohnung ist der Terminkalender langfristig eher ausgebucht.

Dennoch würde ich mir wünschen, dass Bloggertreffen mal wieder auf Augenhöhe stattfinden und es einfach nur ein nettes zusammenkommen von Bloggern wird,

Wie seht ihr das?
Lohnt es sich überhaupt noch, an Bloggertreffen teilzunehmen?


Eure Christin

8. Januar 2016

Harter Tobak - Samsas Traum "Poesie: Friedrichs Geschichte"

Kurze Vorinformation aus der Geschichte:

Kennt ihr Hadamar?

Zwischen 1941 und 1945 gab es dort eine Tötungsanstalt. (Netter Begriff, oder?) Hier wurden Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen aus Heilanstalten "zusammengetragen" und durch diverse Methoden getötet. Wer dazu mehr lesen möchte, dem empfehle ich das gute, alte Wikipedia. Jedenfalls wurden hier über 14.000 Menschen getötet, einfach, weil sie anders waren.

Samsas Traum "Poesie: Friedrichs Geschichte"

"Was hat Hadamar mit diesem Eintrag zu tun? Und was hat es bitte schön mit Musik zu tun?", werden sich ein paar von euch bestimmt fragen. "Wieso sollte man ein Album über die Nazi-Zeit machen?"

Tja, wer die Musikgruppe Samsas Traum oder allgemein Alexander Kaschte kennt, weiß, dass der gute Herr bei seiner Musik kein Blatt vor dem Mund nimmt. Er spricht die Themen direkt an und probiert sich aus. Bei dem aktuellen Album neigt er eher zu ersterem.

In "Poesie: Friedrichs Geschichte" geht es um Friedrich. Er ist ein Junge, der es liebt, Gedichte zu schreiben. Von seiner Umwelt und seiner Familie wird er als verhaltsgestört angesehen und wird letzten Endes nach Hadamar gebracht, um zu sterben. Oder besser ausgedrückt: um getötet zu werden.

Es wird allerdings nicht nur das Schicksal von Friedrich erzählt. Auch über Tatsachen und Geschehnisse wird berichtet. Wie bspw. die Feier zum 1.000. Toten, bei der jeder Mitarbeiter eine Falsche Bier bekam.

Was soll man dazu sagen?

Außerdem wird von einem Vergasungsarzt berichtet. Eigentlich sollte ihm, genau wie viele andere, das Todesurteil zugesprochen werden. Aber, weil das deutsche Grundgesetz eingeführt wurde, kam er lediglich mit einer Haftstrafe davon, die nach 15 Jahren beendet wurde.

Was soll man dazu nur sagen?


Mein Eindruck von dem Album

Das Thema hört sich hart an. Ist es auch. Vor dem Album habe ich nichts von Hadamar und dem, was dort passiert ist, gewusst. Tja, jetzt bin ich schlauer und noch mehr geschockt darüber, was damals alles passiert ist.

Wer aber denkt, dass dieses Album eine Art Parole der Nazis ist, täuscht sich. Wer in den Liedern eine Parole der Nazis denkt, der hat selbst schon ein Problem und dem ist auch einfach nicht zu helfen.

Nein. Hier wird zwar auf direkte Art und Weise von den Ereignissen berichtet. Aber Spaß kommt beim Hören nicht wirklich auf. Als ich das Album das erste Mal gehört habe, habe ich den Mund nicht mehr zubekommen. Ich war geschockt, aber gleichzeitig auch fasziniert von der Musik und den Texten. Denn es ist keine fröhliche Musik - das wäre auch bisschen makaber, oder? - die Melodien sind direkt und schlicht und düster. Genauso wie der Gesang.

Emotionen sind hier ein sehr interessantes Thema. An den falschen Stellen könnte dies nur zu Missverständnissen führen. Aber Kaschte setzt seine Stimme wie kein anderer sehr gut in Szene. Angst, Verzweiflung, Ungeduld, Hohn, Trauer ... je nach Perspektive sind diese Gefühle erkennbar, nicht übertrieben, aber dennoch spürbar.

Was mich an dem Album überrascht hat, ist der Ohrwurmfaktor, der in einigen Liedern steckt. Naja, wer denkt bei "Backe, backe Kuchen" nicht an das Kinderlied? Schon allein das hat das Zeug zu einem Ohrwurm. Was man aus einem Kinderlied jedoch machen kann, ist schon etwas ... bizarr.
Backe, backe Kuchen, der Hitler wird dich suchen,
Wer will gute Asche machen, der muss haben sieben Sachen,
Feuer und Gas, Spritzen und Hass, Urnen und Stempel,
Busse sammeln alle ein - schieb in den Ofen rein!
Aber vielleicht ist gerade dieser Ohrwurmfaktor bei diesem Album so wichtig. Immerhin bleibt so mit der Text und auch das, was damals passiert ist, in den Köpfen der Menschen. Und die Vergangenheit wird nicht vergessen.

Überrascht hat mich auch das letzte Lied auf dem Album "Was weißt du schon mir? (Mein Name ist Friedrich)". Es drückt wunderbar aus, wie anonym die Opfer von damals heute doch sind. Namen gibt es wenige. Meist wissen nur die Angehörigen selbst, was mit ihren Lieben passiert ist. Im Zweifel werden sie es aber auch selbst nie erfahren.

"Poesie: Friedrichs Geschichte" ist ein Album, dass man sich anfangs nicht ohne Bauchschmerzen anhören kann. Die Texte sind direkt, echt und voller Wahrheiten. Kaschte hat zwar seine eigene Art und Weise, seine Meinung und Ansichten unter die Leute zu bringen, aber, wie sang er mal:
"Weil es für jemanden, der Extreme liebt, keine leichten Wege gibt."


Eure Christin

4. Januar 2016

{Blogprojekt 2016: Das Blogger-Alphabet} - A wie Arbeit / Ausbildung

Neontrauma hat sich für das Jahr 2016 ein, für mich, sehr ansprechendes Projekt ausgedacht:

Das Blogger-Alphabet.

Alle zwei Wochen wird jedem Buchstabe des Alphabets ein Thema zugeordnet, zu dem dann die Blogger - auch meine Wenigkeit - etwas schreiben werden. 


Wieso mache ich dabei mit?

Ich erhoffe mir dadurch selbst ein wenig in den Hintern zu treten, was den Blog angeht. Schon seit einer gefühlten Ewigkeit geht es hier nicht mehr richtig zur Sache, was sich doch etwas ändern sollte. Das Projekt möchte ich als Anlass nehmen, um mal wieder ordentlich in die Tasten zu hauen.

Das Thema

A wie Arbeit / Ausbildung

Arbeit, Ausbildung der berufliche Werdegang allgemein, ist ein gutes Thema, um ins neue Jahr zu starten. Schon seit einer Weile wollte ich euch mal berichten, wie das bei mir so Pi mal Daumen aussah.

Nach dem Abitur habe ich ein BWL-Studium angefangen. Langweilig, kreativlos und nicht gerade innovativ, ich weiß. Zum Glück war es kein normales Studium, sondern ein duales Studium, wo ich alle drei Monate zwischen Betrieb und Hochschule wechseln musste. Mein Betrieb war ein Hotel, wo ich mal gleich lernte, wie sich das Arbeitsleben so anfühlte. (Das kriegen ja ein paar Studenten nicht so ganz mit.)

Jedenfalls bin ich während des Studium in den Genuss der Kosten- und Leistungsrechnung und der Grundkenntnisse des Controllings gekommen und dachte mir: "Joar, das macht Spaß. Das mache ich."

Kurz zum BWL-Studium an sich:

Da ich das Kücken auf Arbeit bin - vor allem, wenn ich bei einer Sitzung der Geschäftsleitung dabei sein darf - komme ich ab und zu mal in den Genuss von einigen Kommentaren, die die Leistung eines BWL-Studenten beurteilen, bei denen ich nur nicken und zustimmen kann.

Diese wären unter anderen:
"Wenn ich gewusst hätte, was ein BWL-Student nach dem Bachelor kann, hätte ich mich gegen Sie entschieden."
"Aber bitte keine BWL-Studenten. Die können nichts."
"BWL-Studenten sind Fachidioten."
Das lasse ich mal unkommentiert so stehen.

Zurück zum eigentlichen Thema:

Seit gut drei Jahren stehe ich im Berufsleben. Ich bin Controllerin in einem Berliner Unternehmen.

"Controllerin?", werden sich jetzt einige Fragen. "Kann man das essen?" oder - meine persönlicher Favorit: "Was kontrollierst du denn?" (Stellt euch mal hier vor, wie ich meine Augen verdrehe.)

Als Controller - und nein, ich meine hiermit nicht den Joystick einer PS3, PS4 oder XBox - bin ich der Zahlenfreak im Unternehmen und für das interne Rechnungswesen verantwortlich. In erster Linie erstelle ich Auswertungen, Reports und andere Diagramme und Excel-Dateien für die Geschäftsleitung, Abteilungsleiter und ggf. Teamleiter. Dabei kontrolliere ich keine Zahlen auf deren Richtigkeit, sondern ziehe aus den Zahlen Schlüsse, wie es dem Unternehmen geht und ob Ziele erreicht werden.
Das Einzige, was ich kontrolliere sind meine Exceltabellen. Monatlich und teilweise jährlich checke ich diese, ob sie richtig rechnen, ob man hier anderen Betrachtungsweisen heranziehen kann oder ob sich noch etwas verbessern lässt.
Neben meinen monatlichen Zuarbeiten für den Monatsabschluss, gehören auf Preiskalkulationen und Deckungsbeitragsrechnungen zu meinem täglich Brot.

Manche von euch werden sich bestimmt denken, dass der Beruf eines Controllers sehr zahlenlastig ist.

Glückwunsch! Ja, das ist er.

Aber ich kann euch beruhigen. Mit dem klassischen Mathematikunterricht in der Schule hat das wenig zu tun. Bisher musste ich noch keine Auf- oder Ableitungen bilden, worüber ich auch sehr glücklich bin. Ein gewisses Zahlenverständnis und analytisches Denken wäre allerdings vom Vorteil, wenn man den Beruf Controller wählt.

Auch nach drei Jahren macht mir mein Job und Beruf noch immer Spaß und ich bin sehr froh darüber, DER Controller im Unternehmen zu sein und nicht Teil eines Teams. Zwar trage ich dadurch verdammt viel Verantwortung, aber so kriege ich gleich zum Start die geballte Ladung ab und werden für spätere Aufgaben großgezogen.

In welchem Zusammenhang stehen bei dir dein Blog und dein Job?

Auf dem ersten Blick ist kein richtiger Zusammenhang zwischen meinem Job und meinem Blog zu erkennen. Dennoch, wenn ich so darüber nachdenke, hat mein Job meinen Blog schon beeinflusst. Und zwar in folgenden Punkte:
  • Ich hinterfrage viel mehr.
  • Ich analysiere viel mehr. 
  • Ich denke öfters in Zahlen.
Ich möchte meinen Lesern keinen Blödsinn erzählen. Und wenn ich einfach mal keinen Schimmer von der Materie habe, dann schreibe ich das auch so. Zudem sorgt mein Beruf als Controller immer wieder dafür, dass ich sparen möchte.
  • Gibt es nicht günstige Alternativen?
  • Gibt es nicht irgendwo eine Aktion?
  • Brauche ich das denn wirklich?
Das sind dann so Fragen, die mir im Kopf herumgeistern.

Meine Zukunft

Über meine berufliche Zukunft denke ich schon ab und zu nach. Derzeit möchte ich später vllt. Finanzvorstand werden und, wenn ich dann mal in Rente bin - falls es diese bis dahin noch geben sollte - an Hochschulen als Dozentin arbeiten und mein Wissen an die jüngere Generation weitergeben.

Tja, soviel zu meinem Beitrag zum Thema "A wie Arbeit / Ausbildung".

Wenn ihr noch Fragen zu meinem Beruf habt, dann stellt diese gern. Ich bin für Fragen offen.


Eure Christin

30. Dezember 2015

Tschüss 2015! - Hallo 2016!

Das Jahr ist vorbei ... denkt euch mal hier das ganze Gerede à la "Hach, wie schnell das doch ging." und "Und ich freue mich auf das neue Jahr." und "OMFG, war das ein Jahr!" bla Keks eben.

Wie dem auch sei.

Mit dem neuen Jahr kommen auch immer die guten, alten Vorsätze. Ich bin kein Mensch, der utopische Dinge vornimmt. Bspw. würde ich mir zwar wünschen, 10 Kilo weniger auf den Rippen zu haben. Aber dies als Vorsatz zu nehmen, finde ich dämlich, weil die Motivation von allein kommen muss. Deswegen habe ich mir andere, realisierbare Dinge rausgesucht.

Meine Vorsätze

Ich möchte ...

... mir mehr Zeit für meine engsten Freunde nehmen und sie einmal im Monat sehen.

... einmal im Monat oder alle zwei Monate rausgehen und fotografieren.

... weiterhin zu mir selbst stehen und mein Selbstwertgefühl verbessern.

Ich möchte nicht ...

... mich dazu zwingen, an diesem Blog zu arbeiten.

(Mal ehrlich, viele Blogger schreiben was davon, dass man sich wegen dem Bloggen und Posten keinen Stress machen soll. Aber letzten Endes erliegen sie doch auch nur der Sucht nach Aufmerksamkeit und der Selbstdarstellung. Ich bin echt froh, dass ich mir nicht gleich in die Hose mache, wenn ich mal drei Wochen nichts bei Instagram poste oder fast sechs Monate keinen neuen Beitrag schreibe. Da liegen meine Prioritäten ganz woanders.)

... mich dazu zwingen, auf anderen Blogs zu kommentieren.

(Eigentlich wollte ich mir vornehmen, mehr auf anderen Blogs zu kommentieren. Aber, mal ehrlich, jeden Bullshit und jede Selbstdarstellung muss ich mir nun auch nicht geben. Wobei bei gewissen Blogeinträgen die Versuchung echt groß ist. Aber nein! Da kommt dieses kleines Etwas, was sich Gewissen nennt und schreit: "NEIN! Das kannst du dem armen, kleinen Mädchen doch nicht antun!" Immer diese eigenen Moralvorstellungen. Schlimm, oder?)

Gedanklich werde ich noch ein paar Monate in 2015 hängen bleiben. Das lässt sich schon allein durch meine Arbeit nicht vermeiden. Controller haben eh nur ein geringe Spanne im Jahr, wo sie sich zu 100 % auf das aktuelle Jahr konzentrieren können - Berufsrisiko eben.

Ich wünsche euch dennoch ein schönes Jahr 2016!


Eure Christin

1. Dezember 2015

[Sponsored] - Braun Satin Hair 7 IONTEC Haarbürste

Wie ich schon bei meinem Bericht über das BBC 2015 berichtete, dass mich die IONTEC Haarbürste von Braun schon sehr interessiert. Auf dem ersten Blick habe ich in ihr die Möglichkeit gesehen, meinen Waschrythmus hinauszuzögern.

Meine Haare und Kopfhaut

Ich habe dünne, feine, blonde Haare. Sie gehen mir aktuell bis zum BH-Verschluss. Spliss kriege ich relativ schnell, zumindest muss ich mindestens alle sechs Monate meine Haare schneiden, um die kaputten Spitzen loszuwerden. Meine Haare wurde seit über zwei Jahren nicht mehr gefärbt, sodass die diesbezüglich keine Belastung erfahren. Die Farbreste, die in meinen Spitzen noch vorhanden sind, stammen von Anwendungen mit Henna.

Bisher wasche ich meine Haare alle vier bis fünf Tage - abends. Die ersten zwei Tage sehen meine noch gut aus. Ab dem dritten Tag muss ich entweder Heilerde oder Babypuder anwenden, damit sie nicht zu fettig aussehen und ich meine Haare entsprechend stylen kann. (Wenn man das Flechten von Haare als stylen bezeichnen kann.) Wenn ich am Wochenende nicht rausgehen, schaffe ich es sogar, alle sieben Tage meine Haare zu waschen.

Meine Kopfhaut ist empfindlich und reagiert bei falscher Pflege gern mit Schuppen. Deswegen versuche ich, auf Alkohol, Glycerin und Sulfate bei Shampoos zu verzichten. Produkte mit Silikon verwende ich so gut wie nie.

Die Bürste

Die Satin Hair 7 Haarbürste ist eine Mischbürste, die ebenfalls Naturborsten enthält. Diese Bürste ist, aufgrund der Naturborsten, speziell für feines bis mitteldickes Haar gedacht. Hierbei handelt es sich um Borsten vom Wildschwein.
Auf der Rückseite der Bürste könnt ihr beim Einschalten beobachten, wie sich eine Abdeckung löst. Hier werden die Ionen mittels einer Düse in der Luft freigesetzt. Da die Bürste relativ nahe am Haar ist, treffen die Ionen auf das Haar und sorgen dafür, dass die Haare nicht statisch aufgeladen sind - also, nicht fliegen - und frischer aussehen. Damit man dieses Vorgehen auch optisch sieht, leuchtet die Bürste grün auf.


Die Reinigung geht ganz simpel. Ihr drück den Knopf am oberen Ende und zack! löst sich die Platte, auf der die Borsten sind. Nun könnt ihr mit Wasser und Seife/Shampoo/whatever den Bürstenkopf reinigen.

Je nach Anbieter kostet die Bürste zwischen 35,- € und 40,- €. Es gibt auch noch eine Variante für mitteldickes bis dickes Haar, bei der keine Naturborsten enthalten sind. Preislich befinden sich beide Bürsten auf etwa der gleichen Ebene.

Meine Erwartungen an die Bürste

Aufgrund der Ionen-Technik habe ich die Hoffnung, meinen Waschrythmus dadurch beeinflussen zu können. Wenn die Ionen dafür sorgen, dass mehr Feuchtigkeit an die Haare gebunden wird, denke ich, dass dadurch auch mein Haaransatz weniger fettig aussieht.
Zudem möchte ich intensiv testen, wie sich mein Haarverlust bei der Anwendung entwickelt. Ich habe zwar keinen Haarausfall. Dennoch wäre ein geringerer Haarverlust besser.
Auch bei der Anwendung an sich werde ich darauf achten, ob das Entwirren der Haare "schmerzhaft" ist oder nicht.

Meine Erfahrungen

Die Bürste habe ich nun seit gut einem Monat in Gebrauch. Zunächst sei gesagt, dass sie die Haare sehr gut entwirrt und es kein Zippen gibt. Das empfinde ich vor allem am Morgen nach dem Haarwaschen als sehr angenehm. Außerdem ist hier auch mein Haarverlust im Vergleich zu meinem Kamm deutlich geringer. Hier gibt es die ersten Pluspunkte.
Bis zum dritten Tag nach der Haarwäsche verwende ich die Bürste auch für den Ansatz. Danach geht das aber leider nicht mehr, weil ein Teil der Borsten vom Wildschwein sind (genaueres dazu siehe unten). Dennoch verwende ich die Bürste für meine Längen sehr gern. Bis zum nächsten Haarewaschen entwirrt die Bürste meine Längen wunderbar und ohne großes Zippen.

Da ich meine Haare vorzugsweise hochgesteckt trage, ist mir der Effekt gegen fliegende Haare und das frische Aussehen meiner Längen nicht so wichtig. Ich kann aber nach dem Verwenden der Bürste schon beobachten, dass meine Haare frischer und gesünder aussehen. Fliegende Haare habe ich trotzdem. Aber das könnte auch mit meiner Haarpflege-Routine zusammenhängen.

Zum Hinauszögern der Haarwäsche ist die Bürste allerdings bei meinen Haare nicht geeignet. Ich habe schon in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass Wildschweinborsten meinen Haaransatz schneller fettig werden lässt. Dies ist auch verständlich. Immerhin wird die sogenannte Wildsau dazu benutzt, das Sebum im Haar zu verteilen. Die Borsten dienen also eher der Pflege. Da die Bürste ebenfalls diese Borsten hat, ist der Effekt hier ebenfalls, wenn auch in einer schwächeren Version vorhanden. Zudem hatte ich bei einer Bürste mit reinen Naturborsten immer das Gefühl, als wenn sie meinen Spliss/Haarbruch fördern würde.
Ein weiterer Nachteil, aber auch Vorteil von Wildschweinborsten ist, dass sich hier der komplette Staub/Kalk der Haare ansammelt. Bei der ersten Anwendung war ich geschockt, wie dreckig die Bürste doch schon ist. Seit ich eine saure Rinse nach der Haarwäsche anwende, sammelt sich in der Bürste nur noch der normale Staub an.
Dafür funktioniert die Reinigung des Bürstenkopfes aber einwandfrei und ohne Probleme. Einfach abmachen, kurz unter fließend Wasser halten und dann mit nen Shampoo - ich bevorzuge Babyshampoo - sauber machen. Wichtig ist nur, dass man den Kopf dann - über Nacht - gut trocknen lässt, bevor ihr ihn wieder an der Bürste befestigt.


Fazit

40,- € für eine Haarbürste ist nicht wenig. Ich bezweifle, ehrlich gesagt, selbst, ob ich das Geld in die Hand genommen hätte, um mir die Bürste zu kaufen. Wahrscheinlich eher nicht, weil ich eben bisher keine guten Erfahrungen mit Borsten eines Wildschweins gemacht habe. Da wäre mir das Risiko der Geldverschwendung zu groß.

Die Hauptfrage ist allerdings: Ist diese Bürste zu empfehlen?

Mir persönlich gefällt die Bürste. Trotz der Naturborsten eignet sich die Bürste wunderbar zum Entwirren und Entstauben der Haare. Bisher habe ich noch keine Bürste mit Naturborsten gehabt, die meine Haare nicht schädigen. Da empfinde ich die IONTEC Haarbürste schon als schonender. Allerdings frage ich mich, wie die Ionen an die Haare kommen sollen, wenn diese auf der Rückseite der Bürste freigesetzt werden. Da müsste ich mir die Haare doch umständlicher Bürsten, als ich es morgens/abends geplant habe.
Ich würde empfehlen, mal die eigenen Erfahrungen mit einer Bürste aus Naturborsten revue passieren zu lassen und die IONTEC Harbürste ggf. mal in die Hand zu nehmen. Einen Blick ist die neue Bürste von Braun schon wert.


Eure Christin


Dieser Beitrag wird von Braun unterstützt.

29. Oktober 2015

viele Blogger, wenig Platz, interessante Firmen - das BeautyBloggerCafé 2015

Am 17. Oktober war es mal wieder soweit. Das BeautyBloggerCafé 2015 fand in Berlin statt und ich war mit dabei. Anfangs war ich sehr skeptisch, weil das letzte BBC rückblickend schon nicht so spannend war. Deswegen habe ich mich erst akreditiert, um zu sehen, welche Firmen dabei sind. Bei Beni Durrer und bareminerals konnte ich dann aber nicht wieder absagen. Die Firmen interessierten mich dann doch zu sehr.

Der erste Weg war aber in die Küche. Ja, es war gerade mal 11 Uhr Vormittag, aber ein wenig Hunger hatte ich schon und ich wollte zumindest mal gucken, was es zu essen gab. Enttäuscht wurde ich dabei nicht.


Als nächstes ging in die einzelnen Räume. Mein erstes Ziel war Beni Durrer. Da ich noch immer auf der Jagd nach der perfekten Foundation bin, habe ich mich dort beraten lassen, welche Foundation für mich aus deren Sortiment geeignet wäre, und konnte diese ein wenig testen. Überzeugt hat mich davon jedoch keine auf den ersten Blick. Da müsste ich mir dann wirklich mal ein Fullsize kaufen und intensiv testen.


Tria ist eine Firma, die mit bis dato noch nichts gesagt hat. Sie soll in England sehr erfolgreich sein und bietet Produkte an, die mittels Licht gegen Akne, Hautalterung und bei der Haarentfernung helfen. Das Konzept hört sich sehr interessant an. Allerdings habe ich auch so meine Zweifel, dass sich Akne und Hautalterung nur mit Licht behandeln lassen. Wieso hört man dann erst jetzt davon?
Zudem stellt sich mir die Frage, was für Licht das überhaupt ist. Klar, Rotlicht hilft auch bei bestimmten Problemen. Aber dennoch gibt es ja immer gewisse Grenzen, die eingehalten werden müssen, damit Licht im Privatbereich eingesetzt werden darf. Sonst wären die Ärzte ja auch pleite oder man übertreibt es. Viele, viele Frage, die offen sind.


bareMinerals war auch vertreten und auch hier habe ich mich über die Foundations informiert. Reizarme Puderfoundations hatte ich ja schon einmal von ChriMaLuxe Minerals und war damit ganz zufrieden, bis meine Haut auf einmal nicht mehr wollte. Da im Goodiebag eine Probe dabei war, habe ich die Foundation mal getestet und merkte, abgesehen von der Farbe, keinen Unterschied zu ChriMaLuxe Minerals. Aber es war auch nur ein Tag, da kann man noch kein großes Fazit ziehen.


Bei Braun gab es etwas ganz Interessantes: eine Haarbürste. Hört sich simpel an, ist es auch. Aber auch innovativ. Die Ionentechnik gibt es ja schon bei Föhns. Also, das Ding, womit man sich die Haare trocknet, nicht der Wind. Diese Technik hat nun den Weg in die Haarbürste gefunden und sorgt dafür, dass die Haare am Tag nach der Wäsche wie frisch gewaschen aussehen - ein Review dazu folgt.
Fragen, die sich mir allerdings noch stellen:

  • Wie funktioniert das?
  • Klappt das auch am dritten Tag nach der Wäsche? Auch am vierten?
  • Wie lässt sich der Kopf reinigen?



Die neue Eigenmarke von dm durfte natürlich auch nicht fehlen. Hier war die ganze Theke aufgestellt, sodass man sich diese, ohne die sonstiges großen Ablenkungen in einem dm, mal in Ruhe angucken konnte. Bei einigen Nagellacke könnte ich ja schon schwach werden. Aber ich weiß auch, dass ich aktuell nichts für Nagellacke ürig habe. Deswegen wäre es nur verschenktes Geld.



Natürlich gab es auch wieder eine Goodiebag. Die Produkte, die darin enthalten waren, finde ich zum Teil sehr interessant. Aber das meiste davon werde ich eher meiner Mutter geben, weil ich meine reizarme Gesichtspflege gern beibehalten möchte.
Was mich jedoch arg irritiert hat, war das Wasser. Wozu braucht man das? Okay, zum Trinken, logisch. Aber was ist so besonders an Leitungswasser aus Norwegen mit Sprudel? Es schmeckt nicht anders und sieht auch nicht anders aus. Und den Preis finde ich arg unverschämt. Da kriegt man für den Preis ein oder gar zwei Sixer Wasser mit Sprudel und hat definitiv mehr davon.


Von Beni Durrer und Schaebens habe ich noch vor Ort kleine Goodies bekommen. Ich mag ja rote Lippenstifte, da konnte ich nicht "Nein." sagen, als mir der nette Herr anbot, mir einen zum Testen zu geben.


Im Vergleich zum ersten Café fand ich dieses sehr gelungen. Es war zwar wirklich eng, aber die Produkte waren interessant und das Essen lecker. Außerdem konnte man sich sehr gut mit anderen Bloggern mal austauschen. Naja, wenn diese Grüppchenbildung nicht wäre, könnte man das vielleicht sogar noch besser. Aber das ist halt Wunschdenken.

Ich bin schon gespannt, was einem beim nächsten Café erwarten wird. Aber bis das kommt, dauert es ja noch eine kleine Weile.

Eure Christin

22. Oktober 2015

Aus dem Leben ... Tiefenpsychotherapie

Heute möchte ich euch an einer sehr privaten Sache teilhaben lassen. Ich möchte euch ein wenig über die Therapie erzählen, die ich aktuell mache. Dabei möchte ich nicht nur über den Ablauf erzählen, sondern euch auch ggf. Mut machen, diesen Schritt zu gehen. Denn Fakt ist:

Es ist keine Schande, eine Therapie zu machen.

Lange habe ich darüber nachgedacht, ob ich darüber schreiben soll oder nicht. Ich war selbst nicht sicher, was für mich bedeuten würde. Ob es überhaupt in diesen Blog gehört. Ich wusste nur, dass ich dieses Thema erst einmal für mich unter Verschluss halten wollte, weil ich mir auch noch nicht sicher war, was es für mich bedeutet.
Dennoch ... heute, nach meiner Sitzung, war ich mir irgendwie sicher, dass ich etwas dazu schreiben muss. Dass ich vielleicht anderen Mut machen kann, eine Therapie zubeginnen, um sich selbst zu finden und besser zu fühlen.

Eines aber vorweg:

Dies wird der erste und letzte Blogpost zu diesem Thema von mir sein. Gern könnt ihr via Kommentar oder Mail Fragen stellen. Aber einen zusätzliche Blogpost wird es nicht geben.

Mein Weg zur Therapie

Wie fingt überhaupt alles an? Ich merkte, dass ich unausgeglichen bin, dass ich mich selbst in gewissen Situationen nicht leiden kann. Dass mich manchmal meine Art und Weise zu handeln einfach nur stört. Schon vor mehreren Jahren ist mir das aufgefallen und der erste Gedanke an eine Therapie kam auf. Aber es hat sich mit der Zeit gelegt, sodass ich diesen Gedanken erst einmal beiseite geschoben habe.
Seit Beginn diesen Jahres sind mir meine sogenannten Anfälle aufgefallen. Erst habe ich es nur beobachtet, dann störten sie mich. Ich wollte sie loswerden. Bei einer Userin in einem anderen Forum habe ich mich darüber schlau gemacht, wie denn der Werdegang dabei ist. Zu allererst gab es folgendes Ziel: der Hausarzt.
Ich machte also einen Termin und schilderte der Ärztin, wie es mir ging. Wie sich diese Anfälle äußern und dass es mich stört. Ich muss gestehen, dass ich sehr nervös war, weil ich nicht wusste, was mich erwarten würde. Bruder Google hat mir die Zeit vor dem Termin nicht gerade angenehm gemacht, weil ich natürlich wissen wollte, was mit mir los ist. Die Ärztin blieb aber ganz ruhig. Sie wollte erst ein paar Tests machen, bevor sie mich auf die symbolische Couch schickte. Demnach wurden innerhalb der nächsten zwei Wochen Bluttests gemacht und ausgewertet. Das Ergebnis war positiv:

Körperlich bin ich vollkommen gesund. Kein Zucker, keine Schildrüse, kein Vitamin B12, nichts. Mein Blut war kerngesund. Ich war kerngesund.

Nach dieser Erleiterung kam aber auch die Ernüchterung. Ich sollte eine Therapie anfangen. Mich hat das erst einmal wie ein Schlag getroffen. Ich wollte in dem Moment einfach nur weinen. Aber die Ärztin konnte mich beruhigen, indem sie mir ihre Meinung schilderte:
Eine Therapie kann eine Bereicherung für den Menschen sein. Man lernt sich selbst besser kennen und entwickelt sich weiter. Sie selbst habe auch mal eine Therapie gemacht und hat es als einen bedeutenden Schritt in ihrem Leben empfunden.
Diese Worte beruhigten mich ungemein und gaben mir Mut - auch wenn ich dennoch am liebsten in einer Ecke sitzen und heulen wollen würde. Sie erklärte mir, was für Arten von Therapien es gibt. Es gibt die Verhaltenstherapie und die Tiefenpsychotherapie.
Die Verhaltenstherapie zielt darauf ab, sein Verhalten zu ändern. Wenn man beispielsweise Angst vor Spinnen hat, lernt man, sich anders zu verhalten, einem ne Spinne auf der Hand sitzt. Die Angst bleibt aber.
Die Tiefenpsychotherapie dient zwar auch dazu, sich anders zu verhalten. Aber hier lernt man auch, wieso man Angst vor Spinnen hat. Welches Ereigniss im Leben hat man nicht richtig verarbeitet und führt dazu, dass man Spinnen auf dem Tod nicht ausstehen kann?
Meine Ärztin empfahl mir eine Tiefenpsychotherapie und gab mir drei Adressen, wo ich mich melden sollte. Sie gab mir noch den Rat mit, auf jeden Fall auf mein Bauchgefühl zu hören, was die Wahl die Therapeuten anging.

Normalerweise dauert es eine Weile, bis man einen Therapeuten gefunden bzw. bis dieser Zeit hat und nicht überbucht ist. Zu meinem Glück habe ich schnell einen gefunden und konnte die Erstgespräche beginnen.

Die Erstgespräche

Die Erstgespräche dienen dem Therapeute dazu, den Patienten und seine aktuelle Situation besser kennenzulernen und ggf. erste Schlüsse zu ziehen. Für den Patienten sind die Gespräche von Bedeutung, um herauszufinden, ob er die Therapie mit diesem Therapeuten durchziehen möchte. Hier ist es wichtig, auf sein Bauchgefühl zu hören. Denn die Wahl des Therapeuten kann entscheidend für die Therapie sein.
Ich hatte das Glück, gleich beim ersten Versuch einen Therapeuten zu finden, dem ich vertrauen und alles erzählen kann. Mit ihm wollte ich die Therapie angehen.

In den ersten Sitzungen habe ich von mir erzählt - von meiner aktuellen Situation, meiner Vergangenheit, meinem Werdegang und meiner Familie. Wichtig dabei war immer darzustellen, wie ich mich dabei fühlte, wie ich die Situationen wahrgenommen habe und was das ggf. für eine Wirkung auf mich gemacht hat. Bspw. hat mich der Tod von meiner Oma und meinem Opa damals sehr mitgenommen und ich werde noch immer traurig, wenn ich darüber offen und ehrlich reden muss.
Im letzten Erstgespräch musste ich dann selbst eine Theorie aufstellen, was mit mir los ist. Wieso mache ich diese Therapie überhaupt? Diese Theorie dient dann als Ansatzpunkt für die Therapie. Die Ursache dessen wollen wir bzw. ich herausfinden.

Die Therapie

Wie läuft das jetzt eigentlich alles genau ab?

Nein, ich liege nicht auf einer Couch. Ich sitze in einem Sessel meinem Therapeuten gegenüber erzähle. Ich rede mit ihm über die Dinge, die mich beschäftigen. Ich berichte ihm über meine Anfälle und wie ich mich dabei gefühlt habe, was möglicherweise die Auslöser sein könnten. Wir unterhalten uns über alltägliche Dinge.

Aber wozu das überhaupt?

Mein Therapeut hat mir das damals sehr gut erklärt. Jeder Mensch hat nicht nur ein Bewusstsein, sondern auch ein Unbewusstsein. Dieses Unbewusstsein zeigt sich immer dann, wenn man seine Ruhe hat. Man erinnert sich bspw. beim ruhigen liegen auf der Couch oder vorm Einschlafen an Dinge, die mit der aktuellen Situation so rein gar nichts zu tun haben. Es können Momente sein, aber auch ganze Situationen oder Wörter. Auch Träume spiegeln diese unbewusste Seite wieder. Es heißt ja auch nicht umsonst, dass man in Träumen das verarbeitet, was einen beschäftigt.
In diesem Unbewusstsein suche ich während der Therapie nach der Ursache meiner Anfälle. Leicht ist das nicht. Denn diese Ursache versteckt sich. Es ist wie beim Pilzesammeln. Ich suche diesen einen supertollen Pilz, der die Suppe superlecker werden lässt! Mal gehe ich geradeaus, dann wieder zur Seite, dann mal kurz zurück und dann drehe ich mich im Kreis, mache einen Salto und hüpfe durch die Gegend. Ich sucher also überall. Der Hacken an der Sache:

Der Pilz hat Beine und läuft immer wieder weg und versteckt sich dann wieder.

Ich muss also ganz genau hinsehen und den Pilz sofort ergreifen, wenn ich ihn sehe, damit der nicht wieder wegrennt. (Wer hat jetzt auch Lust auf Pilze?)
Diese Suche verläuft durch simples Reden. Ich erzähle einfach das, was mir gerade so einfällt. Und dabei ist es auch nicht schlimm, wenn mal eine Pause eintritt. Mein Therapeut hört mir zu und gibt ab und zu seine fachmännische Meinung dazu. Er hat dabei also eine eher passive Rolle.

Wichtig ist jedoch, sich nicht entmutigen zu lassen, wenn man nach einer Sitzung total fertig ist und nur heulen könnte. Es braucht Zeit, damit man sich besser fühlt. Immerhin kann eine Therapie bis zu zwei Jahre dauern. Da sollte man etwas Geduld mitbringen. Und nein, es ist auch nicht schlimm, wenn man in der Sitzung weint. Ein guter Therapeut wird kompetent bleiben und einem alle Zeit der Welt bzw. der Stunde geben, um sich wieder zu fangen und weiterzuerzählen.
Wichtig ist auch, sich nicht von Ferndiagnosen durch Dr. Google beirren zu lassen. Bspw. hatte ich mir mal eingeredet, ein Narzist zu sein. Sprich: Ich verändere mein Verhalten und meine Entscheidungen, damit ich anderen gefalle. Das hat mich so fertig gemacht und an mir selbst zweifeln lassen, dass ich den Abend weinend im Bett verbracht habe. Nur durch gutes zureden von meinem Freund merkte ich, dass ich ich bin und mich nicht verstelle.

Erste Erfolge?

Ja, ich und mein Partner merken schon erste Erfolge dieser Therapie. Die Intervall meiner Anfälle ist deutlich kürzer und ich nehme mich selbst in diesen Situationen immer mehr wahr und ergründe, was in mir genau vor sich geht.
Mein Selbstbewusstsein hat auch schon einen kleinen Sprung gemacht. Zumindest bilde ich mir das ein. Ich möchte mich aber noch weiter entwickeln. Ich will selbstbewusster werden und mich in bestimmten Situationen so verhalten, sodass ich mich im Nachhinein nicht über mich selbst ärgern muss.

Der Arbeitgeber

Irgendwann kam bei mir die Frage auf: Spreche ich das Thema bei meinem Chef an? Irgendwann werden Fragen kommen, wenn ich immer einmal die Woche später auf Arbeit erscheine.

Ich habe mich dazu entscheiden, es meinem Chef zu sagen. In einer ruhigen Minute habe ich ihn beiseite gezogen und ihm von der Therapie erzählt. Er hat sich für das Vertrauen, dass ich ihm entgegen bringen, bedankt und hat mir angeboten, darüber zu reden, wenn ich Mitteilungsbedarf habe.
Im Nachhinein bereue ich es nicht, meinem Chef davon erzählt zu haben. Seitdem hat er es nie wieder angesprochen und es mir auch nicht vorgehalten, wenn ich mal einen Fehler gemacht habe. Dafür bin ich ihm dankbar.

Aber bitte beachtet, dass ich da vllt. ein Einzelfall bin. Mein Chef und ich, wir verstehen uns sehr gut und sind ein super Team. Und ich hatte schon vorher ein gutes Bauchgefühl bei der Sache. Wenn ihr dies aber nicht habt, dann solltet ihr euch genau überlegen, wie ihr mit dem Thema "Therapie" beim Arbeitgeber umgeht. Ich habe im Internet gelesen, dass dies auch gut nach hinten losgehen kann.

Fazit

Die Therapie anzufangen, war eine goldrichtige Entscheidung. Es konnte so mit mir nicht mehr weitergehen. Ich wollte etwas ändern. Nach drei Monaten merke ich schon erste Erfolge und fühle mich dadurch in mein Handeln bestätigt. Aber es gibt noch immer viel zu tun. Das ist mir bewusst.

Es ist keine Schande, eine Therapie zu beginnen. Im Gegenteil, ihr zeigt damit den Willen, an euch zu arbeiten und Konflikte, die euch noch heute beschäftigen, endlich lösen zu wollen.
Man sollte sich aber bewusst sein, welche Auswirkungen eine Therapie haben kann. Ggf. ist es gar nicht der Job, der einen so sehr belastet, sondern die Beziehung, die man seit 15 Jahren führt. Hättet ihr dann die Kraft, alles hinzuwerfen und allein einen Neuanfang zu starten?

Letzten Endes muss jeder selbst wissen, wie er mit dem Thema umgeht. Darüber zu schweigen ist okay, darüber zu reden aber ebenfalls.

Danke für's Lesen.


Eure Christin

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